Geschichte der Gletscherstrasse
Die
Kaunertaler Gletscherstrasse folgt auf ihrer Wegführung grösstenteils
alten Spuren: sie folgt einem Pilgerweg vom Wallfahrtsort Kaltenbrunn im Kaunertal (Tirol, Österreich) über das Weisseejoch (2960 m) nach Melagg im Langtauferer Tal (Südtirol, Italien). Pilger und Wallfahrtswege folgen oft alten Wegen und historischen Strassenverbindungen, die weit bis ins Mittelalter zurückreichen.
Heute ist die Fahrt auf der Kaunertaler Gletschertsrasse ein
beliebtes Ausflugsziel für Busgäste, Motorradfahrer, PKW-Reisende und auch Radfahrer. Ca. 150.000 Gäste besuchen jährlich allein im Sommer eine der schönsten Hochalpenstrassen Österreichs.
Mit dem Postbus unterwegs
In den 30er Jahren war ein Ausflug mit dem Postauto zum Gepatschhaus eine Touristenattraktion. Seit 1932 gibt es eine Postbuslinie von Feichten bis ins Gepatschhaus, die damals über geschotterten Almwegen und Wiesen führte.
Der Bau des Gepatschstaussees
Von 1961 - 1965 erbaute die Tirolerwasserkraft AG (TIWAG) den höchsten Naturschüttdamm Europas im Kaunertal. (140 Mio l Speichervolumen, 160 m hohe Schüttmauer). Im Zuge dieser Bautätigkeit wurde die Strasse von Feichten bis ins Gepatschaus breit ausgebaut und asphaltiert.
Erschliessung des Kaunertaler Gletschers
Von 1979 bis 1980 wurde die Kaunertaler Gletscherstrasse von der Stauwurzel des Stausees bis hinauf zum Gletscherrestaurant auf 2750 m ausgebaut, um dem Skifahrer das Gletscherskigebiet zugänglich zu machen.
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